Das diesjährige Cannonballrennen ging für uns vollends daneben

Erst haben wir das Rennen komplett abgesagt. Dann haben sich doch noch Dinge ergeben, die einen Start möglich machten. Leider nicht in kompletter Besetzung. So sind wir zu zweit, Rigo und Jürgen, die Aufgabe angegangen.

Innerhalb von knapp zwei Wochen Route planen, Strecke zum Teil abfahren und hoffen, dass alle guten Geister uns unterstützen. Diesmal das Navi nur zur Unterstützung in Notfällen. Ein Roadbook sollte es diesmal richten.

Die Einfahrzeit reichte grade so aus. Chantall 2 war in guter Verfassung. Zylinder und Kolben sowie der Auspuff wurden im Winter gewechselt. Chantalle ging mit gut 600 Km auf der Uhr an den Start. Schnell und zuverlässig versah sie ihren Dienst. Die erste Etappe haben wir dann auch gar nicht so schlecht hingelegt. Ging ja auch durch bekanntes Terrain (Wesergebirge).

Die Idee mit dem Roadbook nicht schlecht, aber viele Umleitungen auf der Strecke, die wir nicht auf dem Plan hatten, machten uns das Leben schwer. Bis nach Holland waren wir noch gut im Rennen. Aber dann haben wir uns in Enschede einmal verfahren und danach ging die Misere richtig los. Das Schloß Twickel haben wir noch gefunden. Aber oh Wunder, die Teams, die wir meinten schon lange hinter uns gelassen zu haben, waren plötzlich auch da. Also beeilen und den nächsten Punkt in Groenlo, Frittenbude, anfahren. Wir dachten, das wir auf direktem Weg dort hin gefahren sind. Nachdem wir die olle Frittenbude gefunden hatten waren schon die ganzen Franzosenteams da. Wie peinlich. Wir mit dem vermeintlich schnellsten Bock hatten zum wiederholten Male große Probleme mit der Navigation. Auch ein Navi kann da nicht helfen. Irdenwie sind wir da auch wieder weggekommen. Aber die Route, die wir von da an gefahren sind, war mehr als unterirdisch. Dazu kam - es wurde schon sehr spät und kalt. Die Temperaturen waren nicht zum Fahren geeignet. Dann kam der Supergau mit der B 64. Überall wird sie zur Kraftfahrstraße, die wir mit unseren 50ccm Maschinen nicht befahren dürfen. Wir sind orientierungslos durch die Gegend geeiert. Irgendwann haben wir dann das Mopped auf den Anhänger geladen und sind über die B64 gefahren. Endlich auch im Steinbruch angekommen. Nicht glücklich, dafür aber schön groggy. Bier und das Gegrillte haben dann doch noch geschmeckt und es war trotzdem ein geiler Tag.

Fazit: Die Karre kann noch so schnell sein aber ohne eine gute Streckenplanung kommt man nicht an.

 

 

Madonna di Campiglio

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