"Zuverlässigkeitsfahrt" 2013

Chantall II

Die Ausschreibung für 2013 ist endlich da. Es verspricht wieder eine tolle Tour zu werden. Die Ziele sind wieder historische Städte oder Orte an denen besonderes passiert oder passiert ist. Weimar, die Wartburg und die Rhön lassen einiges erwarten. Die Organisation wird wieder perfekt sein. Die Moppeds werden  strahlen und es gibt wahrscheinlich viele kleine Änderungen und Umbauten zu bestaunen. Alles natürlich im erlaubten Rahmen!!!!! Chantall bekommt noch einen neuen Krümmer und dann geht die Tour hoffentlich ohne Krümmerbruch und einem Podestplatz zu Ende.

 

Anreise am Freitag im Luftkurort Lauenberg im Solling

Jürgen nebst Gattin (stille Beobachterin und lautstarke Kritikerin von Jürgen) reisen am Nachmittag an.

Der Steinbruch wartet wieder mit all seinen Annehmlichkeiten auf. Die gute Seele der Veranstaltung Uwe hat schon wieder alles Mögliche vorbereitet und die Typen aus Frankreich sind auch schon zahlreich vertreten. Alez le bleu "ziemlich bleu" "cordon bleu" "himmel bleu" haben schon ihre Zelte aufgebaut und trinken ausnahmsweise mal Gerstensaft anstatt Vin rouge.

Sind ja auch in Germanien.

Für Jürgen gilt, Zelt aufbauen, Chantalle vom Anhänger holen und schon mal am Gerstensaft saugen. Dann plötzlich macht sich unter Chantall eine Öllache breit. Wo kommt die denn her? Nachdenken! Jürgen hat Motoröl aufgefüllt. Allerdings, Scheibenkleister, das Öl, dass in das Gemisch kommt!!!!!!  Das ist zu dünn für die Dichtungen. Oli und Rigo sind nicht begeistert!!! Also Öl ablassen! Motoröl holen. Öl auffüllen. Alles dicht. Heiasammahi!! Das ging grad noch gut. Gemisch in den Tank. Die Jungs waren verständlicher Weise abgenervt. So einen Vaux Pax darf ich mir als Hobbyschrauber nicht leisten. Hoffentlich hält der Motor. Habe Schweißperlen auf der Stirn und kann die ganze Nacht kaum schlafen. Der Morgen kommt unaufhaltsam auf uns zu. Ankicken der Moppeds und in die Startaufstellung. Rigo ist der erste Piloteur. Wir haben geknobelt. Ich hätte fahren müssen. Rigo hat übernommen. Morgens immer kalt und in den letzten Jahren bin ich immer die erste Runde gefahren und habe mir teilweise echt den Arsch abgefroren. Nun war Rigo dran - mit arschabfrieren!!!! Die ersten drei Kilometer war überholverbot. Nette Show die ganze Truppe hintereinander zu sehen. Dann in Fredelsloh Feuer frei!!!! Chantall schoß förmlich nach vorn und ließ alle Konkurenten hinter sich. Rigo machte seinen Job gut. Ein bisschen flacher in der Körperhaltung und er wäre dem Verfolger Bernd mit seinen Jungs abgehauen. So entwickelte sich ein tolles Rennen. Chantall vorne weg, Kreidler mit Bernd hinterher. Bernd schloß natürlich in den Ortschaften immer auf - ausserhalb war Chantall mit ihrem Reiter weg. Nach 50 Km dann eine Abbiegung die wir hätten nehmen müssen. Verpasst! 500 m weitergefahren laut Navi und festgestellt das unsere Route auf einer Autostraße weiter gegangen wäre. Also umdrehen und hinterher jagen. Auf der richtigen Abfahrt dann der Supergau! Auspuffkrümmer löst sich vom Zylinder! Unbeschreiblicher Lärm und die Hoffnung auf einen Podestplatz schwand dahin. Teile suchen, Frust unbeschreiblich, andere Moppeds mit ihren Dompteuren fahren lächelnd an uns vorbei. Zwanzig Minuten verloren. Ungefähr! Gewinde am Zylinder ruiniert! Trotzdem bekommt der Schrauber das Teil wieder fest. Weiter gehts! Ob wir das noch bis zu Ende bringen? Die Stimmung im Begleitfahrzeug ist auf dem Nulllpunkt. Wir sprechen nicht mehr miteinander. Wir giften uns nur noch an. Scheißendreck! Eigentlich wollten wir Spaß haben und endlich mal Bernd und seine Jungs voll versägen. Aber noch sind ja 450 KM zu fahren. Da kann ja noch allerhand passieren. Passiert auch!

 

Chantall läuft ohne Probleme. Bei jedem Tankstopp wird die Auspuffschraube nachgedreht. So hangeln wir uns ohne Probleme weiter in Richtung Weimar. In Weimar angekommen die Musikhochschule gesucht und gefunden. Und welch Freude, einige Teams waren auch grad erst angekommen. Also doch nicht soviel verpasst.  Der nächste Stopp sind die Weimarschmieden in der Rhön. Bis dahin lief alles super. Alles direkt gefunden und auch ein Team kam uns entgegen. Die waren schon da!!!!! Nun war Oli dran! Rauf auf den Bock und ab gings Richtung Wartburg. Kurz vor Eisenach dann der Anruf von Oli. Das Navi ist aus!!! Der Supergau für Oli. Ohne Hilfsmittel und nur auf sich allein gestellt verirrt er sich in der heimischen Küche. Da ging uns die Muffe, zumal wir uns auch verfahren hatten und einen ordentlichen Schlenker mit dem Bus durch die Wallachei gemacht haben. Dann der rettende Anfruf "Oli wartete an der Wartburg". Wir mit einiger Verzögerung da angekommen. Foto gemacht, war gar nicht so einfach, weil wir ja noch zur Wartburg hochlaufen mussten. Dann Sprit aufgefüllt und Jürgen fährt weiter. Wir wissen nicht an welcher Stelle wir liegen. Wir vermuten Platz 3 oder 4. Die Rückfahrt geht nur noch mit Vollgas. Die Karre braucht unheimlich viel Sprit. Wir haben mittlerweile die Info, daß wir auf Platz drei liegen. Den Platz wollen wir auf jeden Fall behalten. In Göttingen noch mal zum Tanken angehalten und dann geschieht's - Platz 4 donnert an uns vorbei. Sofort wird der Tankvorgang abgebrochen und Jürgen stürzt sich hinterher. Nach kurzer Zeit erscheint in ca. 1 KM Entfernung das Mopped. Unaufhaltsam nähert sich Jürgen dem Mopped. Dann eingeholt und das Mopped biegt rechts ab in Richung Moringen. Unser Navi schickt uns gradeaus und Jürgen ist sich schon sicher, dass er das andere Team abgehängt hat um dann zu sehen, daß in Moringen das Mopped schon wieder davor lag. Aber die Entfernung war nicht weit und in Moringen fuhr Jürgen schon wieder auf. In Richtung Fredelsloh war der Drops dann gelutscht. Überholt und bis ins Ziel immer davor geblieben. Unter lautem Gejohle in den Steinbruch gefahren, Platz 3, und das andere Team folgte dicht auf. Das war knapp!! Die letzten 35 Kilometer waren ein echtes Rennen und hat irre Spaß gemacht. Der Abend verlief dann mit Grillen, Trinken und vielen Erzählungen recht amüsant und nachdem das letzte Team eingetroffen war gab's die Siegerehrung. Platz 3 für die Greyhounds. Endlich mal auf der Treppe. Da geht noch was im nächsten Jahr!!!!!

Auf ein Neues im nächsten Jahr. Wir sind gerüstet für 2014. Nur der Auspuff muss noch ein wenig modifiziert werden.

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